yo_yo_on_a_plate_dieting_weight_loss_gainHaben Sie jemals eine Diät gemacht und schon kurz danach die verlorenen Kilos wieder draufgehabt? Nehmen Sie zu bestimmten Zeiten des Jahres ganz natürlich ohne Diät zu oder ab? Damit kennen wir uns bestens aus. Man nennt es Jo-Jo-Effekt oder "Weight Cycling". Wir wissen auch, wie man es verhindert. Um es kurz zu machen: "Weight Cycling" ist ein immer wiederkehrendes Muster aus Gewichtszu- und -abnahme. Genau wie bei einem Jo-Jo kommt das, was sie gerade losgeworden sind, wieder zu Ihnen zurück. Plus zusätzlicher Enttäuschung, natürlich.

Warum ist das so?


Wissenschaftliche Studien belegen …tja, sie belegen so einiges, und manchmal auch widersprüchliches, und anfangs kann es eine ziemliche Herausforderung sein, sich hier das richtige herauszufiltern. Also beginnen wir einfach mit Dingen, die wir schon sicher wissen.

In den meisten Fällen wird der Jo-Jo-Effekt durch eine Extrem-Diät ausgelöst, eine sogenannte "Radikaldiät". Sie wollen abnehmen, indem Sie sich an einen neuen Ernährungsplan halten. Sie schränken Ihre Kalorienzufuhr ein und fangen damit an, regelmäßig Sport zu treiben. Nach einer gewissen Zeit sehen Sie die ersten Erfolge und die ersten Pfunde purzeln, aber was tun Sie dann? Tja, die meisten von uns kehren einfach wieder zu ihren alten Ernährungsgewohnheiten zurück. Vielleicht gehen Sie auch nicht mehr so regelmäßig ins Fitnessstudio oder verlegen einfach die Mitgliedskarte. So etwas passiert, es ist uns allen schon so ergangen.

Dann steigert sich natürlich die Kalorienzufuhr extrem, im Vergleich zu dem, was Sie während der Diät zu sich genommen haben. Außerdem achten Sie vielleicht auch nicht mehr so genau darauf, wie während der Zeit, in der Sie abnehmen wollten. Und so nehmen Sie Ihre verlorenen Kilos wieder zu. Vielleicht sogar noch ein paar Extra-Kilos mehr. Manche Menschen sind über ihr Versagen so deprimiert, dass sie beginnen aus Frust zu essen, und legen so weitaus mehr als ein paar Extrakilos zu. Dazu kommt noch, dass Ihr Körper mittlerweile gelernt hat, mit weniger Energie auszukommen, sodass Ihr täglicher Grundumsatz an Kalorien niedriger ist als vor der Radikaldiät.

 

Wie vermeide ich den Jo-Jo-Effekt und nehme trotzdem ab?


Nehmen Sie den Sellerie runter, hier muss niemand verletzt werden. Bitte verstehen Sie uns nicht falsch, wir stimmen der Empfehlung einer gesunden Ernährung und mehr Bewegung von ganzem Herzen zu. Wir bieten dazu später auch noch eine etwas konkretere Hilfestellung. Es ist uns aber auch durchaus klar, dass die wenigsten Leute die nötige Disziplin und das nötige Durchhaltevermögen, geschweige denn Unterstützung von Freunden und Familie, haben, um die Änderungen, die für eine grundlegende und langfristige Umstellung der Lebensweise nötig sind, auch tatsächlich vorzunehmen. Deswegen bauen wir auf Ehrlichkeit.

Wenn Sie schon von vornherein wissen, dass Sie auf bestimmte Lebensmittel aus den Bereichen Fast Food oder Süßigkeiten nicht verzichten können und Salat nicht als attraktive Alternative sehen – dann fangen Sie hier an. Wenn Sie schon vor vornherein wissen, dass Sie ihr Sportprogramm nicht durchziehen werden – verschwenden Sie keine Zeit und kein Geld mit einer Mitgliedschaft im Fitnessstudio. Das wäre fast so, als kaufe man sich zusätzliche Schuldgefühle, weil man das Versprechen an sich selbst sowieso nicht gehalten hat.

Man kann sich zum Beispiel einen Ernährungsplan erstellen, in dem all die Dinge vorkommen, die man ohnehin schon isst, und die man wahrscheinlich auch weiterhin essen wird, wenn man sein Wunschgewicht erreicht hat. Sollten Sie jemals den Salat für sich entdecken, dann wohl eher als Beilage zu etwas, was Ihnen ohnehin schon schmeckt. Warum also versuchen, die leckere Pizza vom Italiener um die Ecke durch ihn zu ersetzen? Die meisten von uns kehren früher oder später zu ihren alten Verhaltensweisen, die überhaupt erst zum Übergewicht geführt haben, zurück, weil es praktisch ist und sich am einfachsten in unser Leben integrieren und mit unseren anderen Verpflichtungen vereinbaren lässt.

Allerdings ist es möglich, abzunehmen, indem man die Kalorien, die man sowieso täglich zu sich nimmt, berechnet und dann halbiert. Wenn das denn so einfach ist, warum haben Sie nicht schon längst damit angefangen? Aber unsere Nahrung, und wie unser Körper sie verarbeitet, ist weitaus komplexer, als dass man es nur auf einfaches Kalorienzählen reduzieren könnte. Lesen Sie weiter und Sie erfahren alles darüber, wie unser Körper die Nährstoffe der verschiedenen Nahrungsgruppen verarbeitet, warum wir Hunger empfinden oder anscheinend nicht bemerken, wie viel Essen wir tatsächlich zu uns nehmen.

Sie können es auch in dem Buch “Diät! Nein danke, ich nehme lieber ab” nachlesen und später für weitere Ratschläge und Unterstützung hierher zurückkommen. Das Wichtigste ist allerdings, dass sie ein Interesse für die Nahrung, die sie zu sich nehmen entwickeln und ehrlich mit sich selbst sind: Werden Sie sich an den neuen Ernährungsplan halten? Lautet die Antwort auf diese Frage nein, bekommen Sie es wahrscheinlich mit dem Jo-Jo-Effekt zu tun. Und was hätte das alles dann überhaupt für einen Zweck?